MVV-Beitritt des Landkreises Mühldorf a. Inn zum 1.1.2026
Der Landkreis Mühldorf a. Inn wird zum 1. Januar 2026 Teil des Münchner Verkehrsverbundes (MVV): Das haben die Mitglieder des in der Sitzung am Freitag, 4. April 2025, beschlossen. Damit gelten ab 1. Januar 2026 im Busnetz und in den Zügen im Landkreis die Tarife und Bedingungen des MVV.
Bis zum endgültigen Beitritt des Landkreises Mühldorf a. Inn am 1. Januar 2026 ist noch etwas Zeit, dennoch stellen sich schon jetzt einige Fragen. Das ÖPNV-Team wird die Informationen hier unter den FAQs regelmäßig ergänzen und anpassen.
Die Verwaltung im Landratsamt Mühldorf a. Inn arbeitet intensiv mit dem MVV und den Verkehrsunternehmen im Landkreis zusammen, um den Beitritt so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Fragen & Antworten
Was ist der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV)?
MVV steht für Münchner Verkehrs- und Tarifverbund. Dieser koordiniert nicht nur den Nahverkehr in München, sondern inzwischen auch in vielen umliegenden Landkreisen im ländlichen Raum, z.B. im Landkreis Rosenheim. Ab 2026 übrigens auch in Stadt und Landkreis Landshut sowie im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
In dem Verbund arbeiten der Freistaat Bayern, die Stadt München und die Verbundlandkreise zusammen, um den Nahverkehr bestmöglich zu organisieren, z.B. Zug und Bus aufeinander abzustimmen oder digitale Fahrplan- und Ticketangebote zu erarbeiten. Bei den wachsenden Anforderungen an die Verwaltung, mit denen auch die Komplexität im Bereich Nahverkehr steigt, ist es zielführend sich einen starken Partner zu suchen, der einem zur Seite steht.
Alle Informationen rund um den MVV im Allgemeinen finden Sie unter: www.mvv-muenchen.de
Was sind die Vorteile der Verbundraumerweiterung?
Durch die MVV-Verbundraumerweiterung wird der Tarifdschungel im ÖPNV gelichtet. Damit wird den Bürgerinnen und Bürgern der Zugang zum ÖPNV vereinfacht. Dies gelingt durch eine deutlich verbesserte Fahrgastinformation und einheitliche Tarife bei den Fahrkarten. Mit dem MVV-Beitritt des Landkreises kommt nun auch z.B. das 365-Euro-Ticket und die digitale Streifenkarte in den Landkreis Mühldorf a. Inn.
Ab dem 1. Januar 2026 können Fahrgäste dann mit einem einzigen Ticket alle Verkehrsmittel (Regionalzüge, S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus) im MVV-Raum nutzen.
Wo kann ich mich zukünftig über die Abfahrtszeiten informieren bzw. bekomme ich eine Fahrplanauskunft?
Im Laufe des Jahres 2025 werden die Fahrpläne auf der MVV-Webseite und in die MVV-App eingepflegt. Man findet dann zentral alle Verbindungen, Preise und Abfahrtszeiten dort (elektronische Fahrplanauskunft), dazu kommen die Möglichkeit, Tickets direkt in der App zu kaufen.
Wird meine Bus-/Zugfahrkarte teurer oder günstiger?
Grundsätzlich werden fast alle Fahrkarten günstiger. Der Preis für die Fahrkarten richtet sich nach den Tarifzonen.
Preisbeispiele einiger Strecken:
- Neumarkt St. Veit – Mühldorf (Zug): Hin- und Rückfahrt:
bisher 13,80 Euro, im MVV-Tarif 4,00 Euro (2x Kurzstrecke oder 3,56 Euro mit der digitalen Streifenkarte)
- Mühldorf – Rosenheim: Hin- und Rückfahrt (Südostbayern-Ticket):
bisher 27,00 Euro, im MVV-Tarif 13,30 Euro (Tageskarte Single Zonen 5 – 9)
- Mühldorf am Inn – München, Marienplatz:
Hin- und Rückfahrt (Südostbayern-Ticket + S-Bahn): bisher 30,00 Euro, MVV-Tarif 23,00 Euro (Tageskarte Single Zonen M– 9)
- Haag, Bräuhausplatz – Wasserburg, Busbahnhof:
bisher 13,60 Euro (Tagesticket RVO), MVV-Tarif 8,20 Euro (2x Einzelfahrt Zone 6) oder 2x2 Streifen (Streifenkarte) 7,30 Euro.
Wie sehen die Tarifzonen aus?
Das MVV-Gebiet ist in mehrere Zonen unterteilt. Der Landkreis Mühldorf a. Inn wird in den Zonen 5 bis 11 liegen. Jede Haltestelle gehört zu einer Zone – manchmal sogar zu zwei. Zonen. Die Zone M umfasst als Kernzone die Stadt München und einige umliegenden Gemeinden. Die Zonen 1 bis 12 gruppieren sich rund um diese Kernzone. Der Preis für die Fahrkarten richtet sich nach den Tarifzonen. Damit bleibt dieser fair und transparent. Eine Übersicht zu den Zonen veröffentlichen wir hier, sobald diese final bekannt sind.
Was passiert mit dem Deutschlandticket?
Das Deutschlandticket gilt selbstverständlich auch im MVV und kann wie bisher auch bei den entsprechenden Verkaufsstellen erworben werden (z.B. in der MVV-App).
Gibt es dann nur noch digitale Fahrkarten?
Es gibt sowohl analoge, als auch digitale Fahrkarten.
Was ändert sich bei meiner Bus- bzw. Bahnlinie?
Die Fahrzeiten und Linienwege ändern sich nicht durch den MVV-Beitritt und es fahren auch nicht mehr Busse, Züge oder eine S-Bahn. Lediglich die Liniennummern werden bei den Bussen auf dreistellige Nummern angepasst, wie es im MVV üblich ist. Diese werden weiterhin von den bekannten Unternehmen betrieben.
Bei Linien in die Nachbarlandkreise, die nicht im MVV-Raum sind, besteht die Besonderheit, dass diese ihre bisherige Nummer behalten. Außerdem bleibt dabei der bisherige Tarif bestehen.
Übersichten hierzu finden Sie hier, sobald die Details bekannt sind.
Ändert sich etwas bei den Schülerfahrkarten?
Die Schülerbeförderung wird ab 1. Januar 2026 alle ausgegebenen Fahrkarten auf das 365-Euro-Ticket (Chipkarten) umstellen, sofern dieses das preislich günstigste ist. Für die Ausstellung der Chipkarten wird ein Foto des jeweiligen Schülers bzw. der Schülerin benötigt. Die Schülerbeförderung wird den Schulen die entsprechenden Informationen mitteilen und das Vorgehen besprechen.
Welcher Tarif gilt in den Stadtverkehren in Mühldorf a. Inn und Waldkraiburg?
Die beiden Städte Mühldorf a. Inn und Waldkraiburg sind jeweils eigenständige Aufgabenträger für ihre Verkehre. Das bedeutet: Über den Tarif entscheiden die Städte und ihre jeweiligen Gremien.
Noch Fragen? Ansprechpartner im Landratsamt
Sie haben noch Fragen? Bitte senden Sie Ihre Anfrage an buslra-mue.de